Kosten, Provision und Belegungskalender im Vergleich

Wer eine Ferienwohnung vermietet, stellt sich früher oder später dieselben drei Fragen: Was kostet eine eigene Website? Lohnt sie sich, wenn die Gäste doch über Portale kommen? Und wie zeige ich, wann die Wohnung frei ist? Dieser Ratgeber beantwortet alle drei mit Zahlen und ohne Fachchinesisch.

Ein Hinweis vorab: Wir verkaufen selbst Website-Vorlagen zum Festpreis. Die anderen Wege stellen wir trotzdem fair dar, denn nicht jede Lösung passt zu jedem Vermieter.

1. Was kostet eine Ferienwohnung-Website?

Die Kosten hängen weniger von der Technik ab als vom Weg, den Sie wählen. Grob gibt es vier Möglichkeiten: Sie bauen die Seite selbst mit einem Baukasten, Sie nutzen eine Ferienwohnungs-Software mit Website-Funktion, Sie lassen sich eine Website individuell gestalten, oder Sie kaufen eine fertige Vorlage, die mit Ihren Inhalten befüllt wird.

Homepage-Baukasten

Baukästen wie Wix, Jimdo oder IONOS kosten mit eigener Domain und ohne Werbung meist ca. 5 bis 20 € im Monat.[1] [2] Sie zahlen also laufend, solange die Seite online ist. Dafür bauen Sie alles selbst: Texte, Bilder, Seitenaufbau. Das ist machbar, braucht aber Zeit, und viele Baukasten-Seiten sehen am Ende ähnlich aus. Einen Belegungskalender gibt es oft nur als Zusatz-App oder über einen externen Dienst.

Ferienwohnungs-Software mit Website

Anbieter von Vermieter-Software bieten neben Kalender und Buchungsverwaltung oft auch einen Website-Baukasten an. Je nach Tarif und Zahl der Einheiten liegen die Kosten bei ca. 15 bis 45 € im Monat, teils kommt eine kleine Gebühr pro Buchung dazu.[3] Das lohnt sich vor allem, wenn Sie mehrere Einheiten über mehrere Portale vermieten und die Kalender automatisch abgleichen wollen. Wer nur eine Wohnung hat, zahlt hier oft für Funktionen, die er nicht braucht.

Individuelle Website vom Webdesigner

Eine Website, die eine Agentur oder ein Webdesigner von Grund auf gestaltet, kostet je nach Umfang oft 1.500 bis 5.000 € und mehr (Erfahrungswert, je nach Anbieter sehr unterschiedlich). Dazu kommen häufig Wartungsverträge. Dafür bekommen Sie ein Design, das es nur einmal gibt. Für ein großes Ferienhaus mit eigener Marke kann das sinnvoll sein, für eine einzelne Ferienwohnung ist es meist mehr, als nötig ist.

Fertige Website-Vorlage zum Festpreis

Bei einer Vorlage ist das Design schon fertig und für Vermieter gebaut. Sie wählen eine Demo aus, schicken Texte und Fotos, und die Website wird damit befüllt. Bei uns kostet das einmalig 335 bis 545 € inkl. MwSt., je nach Vorlage. Belegungskalender und Anfrageformular sind dabei. Laufend zahlen Sie nur Domain und Hosting beim Anbieter Ihrer Wahl, für eine HTML-Website ab ca. 15 € im Jahr, für WordPress ca. 60 € im Jahr wegen der höheren technischen Anforderungen.

Die Kosten über fünf Jahre

Monatliche Preise wirken klein, summieren sich aber. Deshalb lohnt der Blick auf fünf Jahre:

WasEinmaligLaufendÜber 5 Jahre ca.Eigener Aufwand
Homepage-Baukasten0 €5–20 € / Monat300–1.200 €hoch
Fewo-Software mit Website0 €15–45 € / Monat900–2.700 €mittel
Individuelle Website1.500–5.000 €+15–60 € / Jahr Hostingab 1.600 €gering
Website-Vorlage zum Festpreis335–545 €15–60 € / Jahr410–850 €gering

Richtwerte, Stand 11/2026, ohne Gewähr. Die Tarife der Anbieter ändern sich regelmäßig, maßgeblich sind die aktuellen Preise der jeweiligen Anbieter.

Kosten, die oft vergessen werden

  • Domain und Hosting: fallen bei jedem Weg an, außer beim Baukasten, wo sie im Monatspreis stecken.
  • Texte: Wer nicht gern schreibt, braucht Hilfe. Bei uns kostet die Texterstellung für bis zu 9 Seiten 195 €.
  • Fotos: Gute Bilder sind das Wichtigste auf der Seite. Eigene Fotos sind am besten, für die Umgebung gibt es Lizenzbilder ab 4,90 € pro Bild.
  • Belegungskalender: nicht überall inklusive, manchmal als Zusatz mit eigenem Monatspreis.
  • Änderungen: Neue Preise, neue Bilder. Klären Sie vorher, wer das macht und was es kostet.
  • Pflichtangaben: Impressum und Datenschutzerklärung braucht jede Vermieter-Website.

2. Direktbuchung statt Portalprovision: was Vermieter sparen

Buchungsportale bringen Gäste, aber sie lassen sich das bezahlen. Jede Buchung über ein Portal kostet Provision. Jede Buchung, die direkt bei Ihnen eingeht, nicht. Genau dort verdient sich eine eigene Website.

So viel Provision verlangen die Portale

  • Booking.com: in Deutschland meist 12 % des Buchungsbetrags, in Berlin und vielen anderen EU-Ländern 15 %. Wer am Preferred-Partner-Programm teilnimmt, zahlt 3 Prozentpunkte mehr. Den genauen Satz für Ihre Unterkunft sehen Sie im Extranet von Booking.com.[4]
  • Airbnb: Die meisten Gastgeber zahlen eine einheitliche Servicegebühr von 15,5 %, andere 14 bis 16 %. Eine anfallende Mehrwertsteuer ist laut Airbnb darin schon enthalten. Das ältere geteilte Modell mit ca. 3 % für Gastgeber wird schrittweise eingestellt.[5] [6] [7]

Stand 11/2026, ohne Gewähr. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Konditionen der Portale.

Ein Rechenbeispiel

Ihre Ferienwohnung kostet 90 € pro Nacht und ist 150 Nächte im Jahr belegt. 70 % davon kommen über ein Portal mit 15 % Provision, etwa Booking.com in Berlin oder Airbnb. Das sind 9.450 € Umsatz über das Portal und rund 1.418 € Provision im Jahr.

Wenn nur ein Drittel dieser Gäste beim nächsten Mal direkt bei Ihnen bucht, bleiben Ihnen rund 473 € im Jahr mehr. Jede direkt gebuchte Nacht spart 13,50 €. Eine Website für 335 € hat sich damit nach 25 direkt gebuchten Nächten bezahlt gemacht. Rechnen Sie es mit Ihren eigenen Zahlen nach:

Provisionsrechner

So viel zahlen Sie jedes Jahr an Buchungsportale

Tragen Sie Ihre eigenen Zahlen ein – und sehen Sie, wie schnell sich eine eigene Website bezahlt macht.

Ihre Provision pro Jahr 1.418 €
Wenn nur ein Drittel Ihrer Portal-Gäste direkt bucht, sparen Sie 473 € / Jahr
Eine Website ab 335 € hat sich bezahlt gemacht nach 25 direkt gebuchten Nächten
Passende Vorlage finden

Beispielrechnung ohne Gewähr, Ergebnisse gerundet. Berechnet mit dem Einstiegspreis von 335 € – je nach Vorlage höher; zzgl. ggf. 39 € Installation sowie ca. 15 € pro Jahr für Domain und Hosting. Provisionen der Portale (Stand 11/2026): Booking.com in Deutschland meist 12 %, in Berlin 15 %, mit Preferred Partner 3 Prozentpunkte mehr; Airbnb meist 15,5 %. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Konditionen der Portale.

So bekommen Sie mehr Direktbuchungen

  • Website-Adresse in der Wohnung: auf einer Visitenkarte, einem Flyer im Gästeordner oder einem Aufkleber an der Tür. Passende Werbemittel für Vermieter gibt es bei uns.
  • Stammgäste ansprechen: Wer zufrieden war, bucht gern wieder. Mit der eigenen Website weiß der Gast, wo er Sie findet.
  • Bei Google sichtbar sein: mit einem Google-Unternehmensprofil und einer Website, die Ort und Unterkunft klar benennt.
  • Klare Bedingungen: Preise, Anzahlung und Storno stehen offen auf der Website. Das schafft Vertrauen bei der Direktbuchung.
  • Schnell antworten: Eine Anfrage, die am selben Tag beantwortet wird, wird viel öfter zur Buchung.

Wichtig: Portale bleiben für neue Gäste nützlich. Die eigene Website ersetzt sie nicht, sie ergänzt sie. Halten Sie sich an die Regeln der Portale: Gäste während einer laufenden Portal-Buchung zu einer direkten Zahlung zu bewegen, ist dort in der Regel untersagt.

3. Belegungskalender für die Ferienwohnung: Möglichkeiten im Vergleich

Gäste wollen auf einen Blick sehen, ob ihr Wunschtermin frei ist. Fehlt der Kalender oder ist er veraltet, fragen sie nicht nach, sondern buchen woanders. Es gibt mehrere Wege, einen Belegungskalender auf die Website zu bringen:

LösungKostenPflegeDaten liegen beiPasst für
Kalender auf dem eigenen Webspaceeinmalig, bei uns 39 €selbst online eintragenIhneneine oder wenige Einheiten
Kostenloser Online-Kalenderdienst0 €, oft mit Werbungselbst beim Anbieterdem AnbieterEinstieg, kleines Budget
Google Kalender eingebettet0 €selbst in GoogleGoogleNotlösung
Channel-Manager / Fewo-Softwaremonatlichautomatischer Abgleichdem Anbietermehrere Portale und Einheiten
Belegungsplan als PDF oder Tabelle0 €Datei neu hochladenIhneneher nicht zu empfehlen

Kalender auf dem eigenen Webspace

Der Kalender läuft direkt bei Ihrem Webhoster und wird in die Website eingebunden. Sie melden sich an, tragen Anreise und Abreise ein und setzen den Status auf frei, reserviert, belegt oder geschlossen. Es gibt kein Abo und keine fremden Server. Unser Belegungskalender kostet einmalig 39 € (Einführungspreis bis Januar 2027, danach 49 €), der Einbau auf Wunsch 19 €. Er funktioniert in HTML- und WordPress-Websites und kann mehrere Einheiten verwalten.

Kostenlose Online-Kalenderdienste

Es gibt Dienste, bei denen Sie kostenlos einen Belegungsplan anlegen und per Code in Ihre Website einbinden. Das ist ein schneller Einstieg. Oft zeigen diese Kalender aber Werbung oder das Logo des Anbieters, und die Daten liegen auf fremden Servern. Weil dabei Inhalte eines Drittanbieters geladen werden, muss das in Ihrer Datenschutzerklärung stehen. Und wird der Dienst eingestellt, ist Ihr Kalender weg.

Google Kalender einbetten

Technisch geht das, gedacht ist es dafür aber nicht. Google zeigt Termine an, keine freien Tage. Gäste müssen also aus belegten Zeiträumen ableiten, was frei ist. Außerdem bindet die Website damit einen Google-Dienst ein, was beim Datenschutz zu beachten ist. Als Übergangslösung in Ordnung, auf Dauer eher nicht.

Channel-Manager und Fewo-Software

Ein Channel-Manager gleicht Ihre Kalender bei Booking.com, Airbnb und auf der eigenen Website automatisch ab. Doppelbuchungen werden so fast unmöglich, oft lässt sich auch direkt online buchen. Dafür zahlen Sie monatlich. Das lohnt sich, wenn Sie mehrere Einheiten über mehrere Portale vermieten. Für eine einzelne Wohnung mit einem Portal ist es meist zu viel.

Welcher Kalender passt zu Ihnen?

  • Eine Wohnung, eigene Website und höchstens ein Portal: ein selbst gepflegter Kalender auf dem eigenen Webspace reicht völlig.
  • Mehrere Wohnungen, aber wenige Portale: ein Kalender mit mehreren Belegungsplänen in einer Verwaltung.
  • Mehrere Einheiten auf mehreren Portalen: ein Channel-Manager spart Zeit und verhindert Doppelbuchungen.

Egal welcher Weg: Tragen Sie jede Buchung sofort ein. Ein veralteter Kalender kostet mehr Buchungen als gar keiner. Mehr dazu in unseren 10 Tipps für die Ferienwohnung-Website.

4. Häufige Fragen

Was kostet eine Website für eine Ferienwohnung?

Ein Homepage-Baukasten kostet meist ca. 5 bis 20 € im Monat, Ferienwohnungs-Software mit Website-Funktion ca. 15 bis 45 € im Monat. Eine individuelle Website vom Webdesigner liegt oft bei 1.500 bis 5.000 € und mehr. Eine fertige Website-Vorlage zum Festpreis gibt es ab 335 € einmalig, dazu Domain und Hosting ab ca. 15 € im Jahr.

Wie viel Provision verlangen Buchungsportale?

Booking.com berechnet in Deutschland meist 12 % Provision, in Berlin und vielen anderen EU-Ländern 15 %. Mit dem Preferred-Partner-Programm kommen 3 Prozentpunkte dazu. Bei Airbnb zahlen die meisten Gastgeber eine einheitliche Servicegebühr von 15,5 %. Maßgeblich sind immer die aktuellen Konditionen des Portals.

Ab wann lohnt sich eine eigene Website für die Ferienwohnung?

Bei 90 € pro Nacht und 15 % Provision spart jede direkt gebuchte Nacht 13,50 €. Eine Website für 335 € hat sich damit nach rund 25 direkt gebuchten Nächten bezahlt gemacht.

Welcher Belegungskalender ist der richtige?

Wer nur über die eigene Website und ein Portal vermietet, kommt mit einem selbst gepflegten Belegungskalender aus. Wer über mehrere Portale und mehrere Einheiten vermietet, profitiert von einem Channel-Manager, der die Kalender automatisch abgleicht, zahlt dafür aber monatlich.

Quellen

  1. Gründerküche: Homepage-Baukasten-Vergleich
  2. Tooltester: Homepage-Baukasten
  3. Lodgify: Lodgify vs. Smoobu (Anbieterangabe)
  4. Lodgify: Booking.com Kosten: Provision und Gebühren
  5. Airbnb Hilfe-Center: Airbnb-Servicegebühren
  6. Hostaway: Airbnb's Single Host Fee (englisch)
  7. Houfy: Airbnb's EU Host-Fee Switch (englisch)

Abgerufen im November 2026. Preise für Webdesign-Agenturen sind Erfahrungswerte ohne Einzelquelle. Unsere eigenen Preise stehen im Preisrechner und auf der Seite Belegungskalender.

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